Vestischer Kalender

(ISSN 0938-8745)

Der Vestische Kalender ist das zweite, jüngere Publikationsorgan des Arbeitskreises vestischer Geschichts- und Heimatvereine e. V., des Dachverbandes aller Heimatvereine im Kreis Recklinghausen: ein facettenreicher Almanach für die Kultur und Geschichte zwischen Emscher und Lippe. Der Vestische Kalender entstand auf Initiative des Recklinghäuser Landrates Dr. Erich Klausener, der von 1919 bis 1920 zunächst kommissarischer, dann von 1920 bis 1924 regulärer Landrat des Kreises Recklinghausen war. Seitdem gibt es wie bei der Vestischen Zeitschrift (siehe dort) die bewährte Tradition, dass der amtierende Landrat (seit 2010: Cay Süberkrüb) die Schirmherrschaft über dieses einmal jährlich erscheinende Magazin ausübt.

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Die erste Ausgabe des Vestischen Kalenders datiert vom Jahr 1923, in welchem die französisch-belgische Ruhrbesetzung und die Hyperinflation große Not ins Ruhrgebiet und ins Vest Recklinghausen brachten. Das erste Heft hatte 98 Seiten und weist bereits ein inhaltliches Konzept auf, dass sich – trotz aller Modernisierungen in der äußeren Gestalt – bis heute unverändert erhalten hat: bebilderte Beiträge aus den Sachgebieten Geschichte, Bergbau, Brauchtum und Heimatkunde, Sagen und Legenden sowie Kultur und Natur des Vestes, die durchschnittlich 2-5 Druckseiten lang sind, lösen sich ab mit literarischen Texten in Prosa und Lyrik. Von Anfang an war daran auch die mittelwestfälisch-plattdeutsche Mundart beteiligt, und zwar in der Spielart, wie sie traditionell zwischen Emscher und Lippe gepflegt wurde und wird.

Von seiner Gründungsphase an ist der Vestische Kalender das wichtigste Organ für die Heimatpflege im Vest und Kreis Recklinghausen geblieben. Der historische begründete Einzugsbereich reicht dabei von Bottrop und Buer bis Waltrop, von Lembeck, Dorsten und Haltern bis nach Castrop-Rauxel. Mit seinen vielseitigen populärwissenschaftlichen Beiträgen bildet er seit 1923 eine ideale Ergänzung zur streng wissenschaftlich ausgerichteten Vestischen Zeitschrift, deren umfangreiche Aufsätze sich ausschließlich der Stadt- und Landesgeschichtsforschung des nördlichen Ruhrgebietes widmen. Kriegs- und Nachkriegsdrangsale verhinderten ein Erscheinen des Kalenders von 1944 bis 1949, danach setzte mit Ausnahme des Jahres 1974 die jährliche Serie wieder ein. Seit 1975 obliegen Schriftleitung und Betreuung der Manuskripte dem amtierenden Stadtarchivar von Recklinghausen, das inhaltliche Spektrum lag seitdem zwischen 50 und 60 Einzelbeiträgen verschiedenster Art und bei einem Seitenumfang von 200 bis 240 Seiten.

Erst 2006 hat die 78. Jahrgangsausgabe des Vestischen Kalenders, seit 2005 unternehmerisch betreut von der Fa. Schützdruck in Recklinghausen, eine gründliche Neugestaltung erfahren: Begleitet von einer nahezu durchgängig farbigen Bebilderung gliedern sich die Aufsätze und Textbeiträge in die auch optisch leicht erkennbaren Abteilungen: Geschichte, Kunst und Kultur, Heimat, Literatur und Lyrik, Natur und Umwelt sowie Mundart. Mit einem erstmaligen Umfang von 256 Seiten befindet sich der Vestische Kalender auf vielversprechendem Expansionskurs.

Manuskripte, die einen eindeutigen Bezug zu den oben genannten Themenbereichen der Emscher-Lippe-Region aufweisen sollten, sind – möglichst auf Papier und digitalem Datenträger – bis Ende Mai eines jeden Jahres (Redaktionsschluss) zu richten an:

Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen
Redaktion Vestischer Kalender
z. Hd. Herrn Dr. Matthias Kordes
Hohenzollernstraße 12
45659 Recklinghausen
Der Verkaufspreis im Buchhandel beträgt derzeit 19,95 €.